<?xml version="1.0" encoding="iso-8859-1"?>
<rss version="2.0" 
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	xmlns:admin="http://webns.net/mvcb/"
	xmlns:rdf="http://www.w3.org/1999/02/22-rdf-syntax-ns#"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/">
	
	<channel>
		<title>Planet-Tegel News</title>
		<link>http://www.planet-tegel.de/portal_dt/htm/aktuelles/news</link>
		<description>Aktuelles vom Planeten ...</description>
		<dc:language>de</dc:language>
		<dc:creator></dc:creator>
		<dc:rights>Copyright 2010</dc:rights>
		<dc:date>2010-08-08T19:10:59+02:00</dc:date>
		<admin:generatorAgent rdf:resource="http://www.pivotlog.net/?ver=Pivot+-+1.24.1%3A+%27Arcee%27" />
		<admin:errorReportsTo rdf:resource="mailto:rsserrors@planet-tegel.de"/>
		<sy:updatePeriod>hourly</sy:updatePeriod>
		<sy:updateFrequency>1</sy:updateFrequency>
		<sy:updateBase>2000-01-01T12:00+00:00</sy:updateBase>
		
		
		
		
		<item>
			<title>Gedanken eines neuen Gefangenen</title>
			<link>http:///portal_dt/htm/aktuelles/news/pivot/entry.php?id=106</link>
			<comments>http:///portal_dt/htm/aktuelles/news/pivot/entry.php?id=106#comm</comments>
			<description>Gedanken eines neuen Gefangenen
&amp;nbsp;Es vergeht kein Tag, an dem aus der JVA nicht das Stoßgebet zu vernehmen wäre: „Ach, wie ließe es sich in Tegel aushalten, wenn die Ausländer nicht wären. Krach, Lärm, Geschrei und Aggressionen&amp;nbsp; wäre auf ein Minimum reduziert.“
&amp;nbsp;Was ist damit gemeint? Hier einige Momentaufnahmen:
&amp;nbsp;&amp;nbsp; Gespräche, auch wenn sie nah beieinander stehen, werden prinzipiell in einer Lautstärke geführt, die man noch in ihren Heimatländern verstehen könnte.
viel lieber jedoch werden sie über mehrere Stockwerke geführt, obwohl es ohne weiteres möglich ist, sich bei einem Kaffee in der Zelle zu treffen.
&amp;nbsp;Nachts, wenn man endlich schlafen könnte, ruft garantiert ein Ali seinen Achmed und ein stundenlanges Gespräch, über Dutzende Fenster hinweg, beginnt.
&amp;nbsp;beim Arzt: Hitze, Enge, viele Wartende. Das hindert zwei Türken nicht daran, ihre Kampfsportübungen zu exerzieren.
&amp;nbsp;in der Dusche: ein kraftstrotzender Türke kommt herein, wartet, bekommt er Aufmerksamkeit? wenn nicht, knallt er die Tür solange, bis er sie hat.
&amp;nbsp;Essensausgabe: steht ein Ausländer vor dir, diskutiert er mit den Hausarbeitern, obwohl er weiß, dass sie für den Zustand des Essens nicht können; steht er hinter dir, drängelt er sich vor.
&amp;nbsp;Gern stehen sie mitten im Weg, zur Seite gehen? nicht drin.
jeder Hauch von Kritik freundlich formuliert, wird als Angriff gewertet und mit dem berühmten Satz „Ich f... deine Mutter.“ quittiert.
&amp;nbsp;Anfeindungen gegen deutsche Mitgefangene passieren ständig (sie beginnen mit:„geh aus den Weg! schubs den zur Seite!“) dafür reicht es, dass einem die Nase nicht passt.
ein Zugehen auf ausländische Mitgefangene, z.B. durch grüßen, wird mit Verachtung beantwortet
&amp;nbsp;All das ist eine unzumutbare Geduldsprobe, die als Haftverschärfung zu werten ist. Eine Haftverschärfung, die in keinem Urteil steht. 
&amp;nbsp;Eine jahrelange Haft führt jeden Gefangenen an die Grenzen seiner physischen und psychischen Leistungsfähigkeit. Man hat genug mit sich zu tun. Da ist kein Platz mehr, um sich mit fremden Kulturen auseinander zu setzen, die uneinsichtig sind und mit denen man sich sprachlich kaum verständigen kann. Wenn sich Integration „draußen“ schon als schwierig gestaltet, wie dann erst unter den extremen Bedingungen der Haft?
Natürlich kann eine Auseinandersetzung mit Fremden eine Bereicherung sein. Aber nicht im Knast. Dort braucht jeder seine Energie für sich. 
&amp;nbsp;Willy</description>
			<guid isPermaLink="false">106@http://www.planet-tegel.de/portal_dt/htm/aktuelles/news/portal_dt/htm/aktuelles/news/</guid>
			<content:encoded><![CDATA[ <u>Gedanken eines neuen Gefangenen</u>
<p> Es vergeht kein Tag, an dem aus der JVA nicht das Stoßgebet zu vernehmen wäre: „Ach, wie ließe es sich in Tegel aushalten, wenn die Ausländer nicht wären. Krach, Lärm, Geschrei und Aggressionen  wäre auf ein Minimum reduziert.“</p>
<p> Was ist damit gemeint? Hier einige Momentaufnahmen:</p>
<p>   Gespräche, auch wenn sie nah beieinander stehen, werden prinzipiell in einer Lautstärke geführt, die man noch in ihren Heimatländern verstehen könnte.</p>
<p>viel lieber jedoch werden sie über mehrere Stockwerke geführt, obwohl es ohne weiteres möglich ist, sich bei einem Kaffee in der Zelle zu treffen.</p>
<p> Nachts, wenn man endlich schlafen könnte, ruft garantiert ein Ali seinen Achmed und ein stundenlanges Gespräch, über Dutzende Fenster hinweg, beginnt.</p>
<p> beim Arzt: Hitze, Enge, viele Wartende. Das hindert zwei Türken nicht daran, ihre Kampfsportübungen zu exerzieren.</p>
<p> in der Dusche: ein kraftstrotzender Türke kommt herein, wartet, bekommt er Aufmerksamkeit? wenn nicht, knallt er die Tür solange, bis er sie hat.</p>
<p> Essensausgabe: steht ein Ausländer vor dir, diskutiert er mit den Hausarbeitern, obwohl er weiß, dass sie für den Zustand des Essens nicht können; steht er hinter dir, drängelt er sich vor.</p>
<p> Gern stehen sie mitten im Weg, zur Seite gehen? nicht drin.</p>
<p>jeder Hauch von Kritik freundlich formuliert, wird als Angriff gewertet und mit dem berühmten Satz „Ich f... deine Mutter.“ quittiert.</p>
<p> Anfeindungen gegen deutsche Mitgefangene passieren ständig (sie beginnen mit:„geh aus den Weg! schubs den zur Seite!“) dafür reicht es, dass einem die Nase nicht passt.</p>
<p>ein Zugehen auf ausländische Mitgefangene, z.B. durch grüßen, wird mit Verachtung beantwortet</p>
<p> All das ist eine unzumutbare Geduldsprobe, die als Haftverschärfung zu werten ist. Eine Haftverschärfung, die in keinem Urteil steht. </p>
<p> Eine jahrelange Haft führt jeden Gefangenen an die Grenzen seiner physischen und psychischen Leistungsfähigkeit. Man hat genug mit sich zu tun. Da ist kein Platz mehr, um sich mit fremden Kulturen auseinander zu setzen, die uneinsichtig sind und mit denen man sich sprachlich kaum verständigen kann. Wenn sich Integration „draußen“ schon als schwierig gestaltet, wie dann erst unter den extremen Bedingungen der Haft?</p>
<p>Natürlich kann eine Auseinandersetzung mit Fremden eine Bereicherung sein. Aber nicht im Knast. Dort braucht jeder seine Energie für sich. </p>
<p> Willy</p> ]]></content:encoded>
			<dc:subject>Erfahrungen</dc:subject>
			<dc:date>2010-08-08T19:10:00+02:00</dc:date>
		</item>
		
		
		
		<item>
			<title>Was ist ein Bunker</title>
			<link>http:///portal_dt/htm/aktuelles/news/pivot/entry.php?id=105</link>
			<comments>http:///portal_dt/htm/aktuelles/news/pivot/entry.php?id=105#comm</comments>
			<description></description>
			<guid isPermaLink="false">105@http://www.planet-tegel.de/portal_dt/htm/aktuelles/news/portal_dt/htm/aktuelles/news/</guid>
			<content:encoded><![CDATA[ <p>Der „Bunker“ wie er im Justizjargon genannt wird, ist ein sogenannter besonders gesicherter Haftraum. In ihm werden gemäß § 88 des StVollzG Gefangene untergebracht, die entweder.</p>
<p>          gewalttätig   -   erhöht Flucht gefährdet   -   Suizidgefährdet</p>
<p> oder, gemäß § 103 StVollzG  aufgrund eines Fehlverhaltens zu Disziplinieren sind.</p>
<p>Der sogenannte Bunker befindet sich in der Regel im Untergeschoss einer Teilanstalt und wird daher seitens des Vollzugspersonals auch als „Keller“ bezeichnet. Um etwaigen Zerstörungen vorzubeugen, befinden sich im besonders gesicherten Haftraum keinerlei bewegliche Gegenstände. Die sanitären Einrichtungen aus massiven Edelstahl sind in das Mauerwerk integriert und auch der als Schlafstätte dienende Betonsockel, mit abgerundeten Kanten, ist ohne Hilfsmittel nicht zu zerstören. Ggf. vorhandene Fenster bestehen aus bruchfestem Panzerglas. Für die Einnahme von Mahlzeiten wird kurzzeitig Plastikgeschirr sowie Plastikbesteck gereicht.</p>
<p>Zudem wird der besonders gesicherte Haftraum mittels in den Wänden, hinter einer Panzerglasabdeckung, eingebrachten Videokameras 24 Stunden überwacht. Zur Verhinderung von Suiziden wird der Gefangene entkleidet, er erhält lediglich 2 Papierdecken, welche bei geringster Belastung zerreißen. In besonderen Fällen ist es sogar möglich, den Gefangenen, gemäß § 90 des StVollzG mit Ledergurten zu „fixieren“.</p>
<p>Ein Arzt und die Anstaltsleitung entscheiden über die Dauer und den Umfang der Unterbringung, die längstens 4 Wochen betragen darf.</p>
<p>Team Planet-Tegel</p>
Heiko
<p>Februar 2009</p> ]]></content:encoded>
			<dc:subject>Informationen</dc:subject>
			<dc:date>2009-02-25T00:01:00+02:00</dc:date>
		</item>
		
		
		
		<item>
			<title>Gottesdienst</title>
			<link>http:///portal_dt/htm/aktuelles/news/pivot/entry.php?id=103</link>
			<comments>http:///portal_dt/htm/aktuelles/news/pivot/entry.php?id=103#comm</comments>
			<description>&amp;nbsp;
&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;</description>
			<guid isPermaLink="false">103@http://www.planet-tegel.de/portal_dt/htm/aktuelles/news/portal_dt/htm/aktuelles/news/</guid>
			<content:encoded><![CDATA[ <p> </p>
<p>   </p><p> </p>
<p>                                    Gottesdienst am Sonntag den 20.04.2008</p>
<p>                                    in der Kirche der JVA Tegel</p>
<p> Das Diakonische Werk gestaltete am Sonntag den 20.04.08 einen Gottesdienst in der JVA Tegel.</p>
<p>Der Anlass :</p>
<p>In diesem Jahr wäre Johann Hinrich 'Wichert 200 Jahre alt geworden.</p>
<p> Als Seelsorger hatte er, die auch für damalige Verhältnisse unhaltbaren Zustände, in den Gefängnissen gesehen. Als Gefängniswärter fungierten damals altgediente Soldaten. Entsprechend war dessen Umgangsweise mit den Insassen.</p>
<p>Vor 150 Jahren gründete Wichern deshalb den Johannisstift in Spnadau und eine ähnliche Anstalt in Hamburg.</p>
<p>Ziel der beiden Anstalten war, den Gefängniswärten den christlichen Glauben näher zu bringen, und diese damit zu einem humaneren Umgang mit den Gefangenen zu veranlassen.</p>
<p>Wie wir ja nun leider alle wissen, ist Wichern mit seinem Bemühen gescheitert.</p>
<p>Heute beschäftigt der Johannesstift vor allen Dingen mit der Behinderten - und Altenpflege.</p>
<p>Trotzdem sah sich das Diakonische Werk veranlaßt, das wirken von Johann Wichern mit einem Gottesdienst in der JVA zu würdigen.</p>
<p>Diese Würdigung veranlaßte den Deutschlandfunk und die Deutsche Welle diesen Gottesdienst als Aufzeichnung am Sonntag den 27.04.08 weltweit zu übertragen.</p>
<p>Das besondere an diesem Gottesdienst war,das Insassen aktiv an der Gestaltung des Gottesdienstes beteiligt waren.</p>
<p>Neben dem Gefangenenchor konnten drei Insassen der JVA Tegel ein sogenanntes Votum, und dies unzensiert, selbst gestalten.</p>
<p>Gemeinsam mit dem Anstaltspfarrer brachten die Gefangenen später noch Fürbitten für die Insassen, die Beamten und Ihren Familien, Freunden und Bekannten vor.</p>
<p>Aus meiner Sicht eine sehr gelungene Veranstaltung.</p>
<p>Bedauerlich nur, das die Beamten der Teilanstalten V und VI es nicht geschafft haben, die dortigen Insassen rechtzeitig zuzuführen, sodaß diese nicht am Gottesdienst teilnehmen konnten.</p>
<p>Bedauerlich auch, daß der ursprüngliche Plan, das interressierte Zuhörer nach Ende der Übertragung in der JVA Tegel anrufen und Fragen stellten konnten, nicht durchgeführt wurde.</p>
<p>Über die Gründe kann mann spekulieren.</p>
<p>Das es doch interressierte Zuhörer gibt, ist an der zahlreichen Post zu sehen, die inzwischen die JVA Tegel erreicht hat.      </p>
<p>    W.R.                   </p> ]]></content:encoded>
			<dc:subject>Verschiedenes</dc:subject>
			<dc:date>2008-05-29T13:16:00+02:00</dc:date>
		</item>
		
		
		
		<item>
			<title>Mafia in Haftanstalten ?</title>
			<link>http:///portal_dt/htm/aktuelles/news/pivot/entry.php?id=102</link>
			<comments>http:///portal_dt/htm/aktuelles/news/pivot/entry.php?id=102#comm</comments>
			<description></description>
			<guid isPermaLink="false">102@http://www.planet-tegel.de/portal_dt/htm/aktuelles/news/portal_dt/htm/aktuelles/news/</guid>
			<content:encoded><![CDATA[ <p>Eine Meinung zur Thematik "Organisierte Russenmafia in deutschen Haftanstalten"</p>
<p> Wie schon im "lichtblick", der Gefangenenzeitung der JVA Tegel, (Deutschlands grösster Knackizeitung) in der Ausgabe 3/07 zu lesen war, ist dies in der Tat ein sich auch hier entwickelndes bzw. über kurz oder lang zumindest zu befürchtendes Problem.</p>
<p>Anlass dieses Artikels ist nun aber der Bericht vom "Stern" (Dez.? 07), in dem von einer solchen Problematik insbesondere in Knästen Westdeutschlands und hier wieder explizit Bayerns die Rede war. Wenngleich diese Dinge hier in Tegel wohl längst noch nicht soweit "gediehen" zu sein scheinen, so besteht ein solches Problem zumindest in seinen Anfängen durchaus. Auch wir hier in der Internet-Gruppe hatten ja bereits über einen Fall berichtet, wo im Haus 1 Inhaftierten nach ihrem Sprecher das zum Besuch am Automaten Gekaufte bei der Rückkehr ins Haus abgeschwatzt wurde oder es gar versucht wurde, ihm abzuerpressen (Artikel "Begrüssung für Neue" von Matty) - Tabak, Kaffee u.a. .</p>
<p>Die Namensliste Beteiligter an solchen Vorgängen sich beginnender Organisierung einschlägiger Strukturen im Haus III scheint authentisch - freilich ist es immer wieder schwierig, so etwas aus einem anderen Haus heraus beurteilen zu wollen. Allzuschnell kann man zum einen der Gerüchteküche erliegen und dann etwas Falsches weitergeben. Zum andern stösst man aber auch immer wieder auf eine Mauer des Schweigens. Niemand aus der Szene selbst würde wohl darüber reden und die von solchen Dingen Betroffenen, die Opfer also, sind z.T. eingeschüchtert oder wollen (sei es auch nur um des lieben Friedens willen) darüber lieber gar nicht weiter reden.</p>
<p>Was bleibt, sind Mutmassungen - wo man in der Sache rasch auch mal falsch liegen kann. Dies soll jetzt keine blosse Ausrede sein, nur ist eben das Risiko, etwas Falsches zu behaupten, bei solchen Sachen naturgemäss ziemlich hoch und auch nicht ohne gewisse Brisanz. Letztlich unterliegen wir als Gruppe in der JVA Tegel und als Verein auch freiwillig den Grundsätzen publizistischer Arbeit und können und wollen nicht einfach so irgendetwas "auf Verdacht" einfach mal ins Internet stellen.</p>
<p>Wenn wie behauptet, die Anstalt solche Entwicklungen einfach nur in Abrede stellt ohne es eigentlich besser zu wissen bzw. zunächst zu prüfen, dann wird die ganze Kiste allerdings schwerwiegend - uns hier sitzen zu lassen mit Abzockern und mafiösen Bandentum trüge nur bei vielen noch mehr dazu bei, das angeknackste Vertrauen in die Justiz endgültig zu begraben. Und Erscheinungen, wie sie sich in einem sozialen Schmelstiegel, wie es der Knast nun mal auch ist, hier manifestieren, betreffen früher oder später ja auch die ganze Gesellschaft draussen. Es gilt - wehret den Anfängen! Auch wenn Problemdarstellung nach aussen hin wahrlich nicht die Stärke unsrer Justiz zu sein pflegt, so sollte sie sich doch besser einmal zuviel mit einem vermeintlichen Gespenst herumärgern, als sich im Nachhinein um dann vielleicht gar nicht mehr mögliche Schadensbegrenzung kümmern zu müssen. Und wenn an solchen Vorgängen mehr als nur gerüchtehalber etwas dran ist, dann hat die Vergangenheit oft genug gezeigt, dass an einem Skandal insbesondere das Verschweigenwollen das eigentlich Skandalöse ist. Und heraus kommt zu unguter Letzt ja dann doch weit mehr als gewünscht. Dann aber ist der Schaden für alle nur noch grösser.    </p>
<p>Ingolf    16.2.2008        </p> ]]></content:encoded>
			<dc:subject>Erfahrungen</dc:subject>
			<dc:date>2008-02-25T14:52:00+02:00</dc:date>
		</item>
		
		
		
		<item>
			<title>Aufruhr ind Lichtenberg</title>
			<link>http:///portal_dt/htm/aktuelles/news/pivot/entry.php?id=101</link>
			<comments>http:///portal_dt/htm/aktuelles/news/pivot/entry.php?id=101#comm</comments>
			<description></description>
			<guid isPermaLink="false">101@http://www.planet-tegel.de/portal_dt/htm/aktuelles/news/portal_dt/htm/aktuelles/news/</guid>
			<content:encoded><![CDATA[ <p> </p>
<p>Tagesspiegelartikel „Aufruhr in Lichtenberg“</p>
<p> Mit Befremden las ich in diesem Artikel vom Protest der Bürger, die sich gegen einen Umzug der JVA Düppel (eine Einrichtung des offenen Strafvollzuges) in ihren Stadtbezirk richtet.</p>
<p>Einerseits wird von den Delinquenten eine Aufarbeitung ihrer Straftat erwartet, um wieder eine Annäherung der Strafgefangenen an einen sozialen Alltag vorzubereiten. Andererseits machen Bürger eine regelrechte Hatz bzw. Stimmungsmache gegen diese „Gefährder ihrer Sicherheit“ – dabei schnell mal vergessend, dass es auch den einen oder anderen von ihnen eventuell auch selbst einmal betreffen könnte.</p>
<p>Aber verwunderlich ist es nicht, dass es sogar zu Beschimpfungen u.s.w. kommt. Da ja die Medien ihren Teil besonders in der letzten Zeit dazu beitragen. Ich kann nur an ein bisschen mehr Toleranz appellieren und im Hinblick auf die Medien auch auf bessere Informationen hoffen. Wenn man z.B. berichtet, dass wieder einmal dies und das passiert ist oder einer auf der Flucht ist, dann findet selten die Tatsache eine Erwähnung, das täglich Hunderte in Berlin + Brandenburg beanstandungsfrei ihren offenen Vollzugsalltag oder ihre Lockerungen bewältigen. Leute, die sich eine Chance auf einen Neuanfang auch hier drin erst einmal verdient haben. </p>
<p>Xaver + Woyke</p>
<p>Nov. 2007</p> ]]></content:encoded>
			<dc:subject>Erfahrungen</dc:subject>
			<dc:date>2007-12-05T21:48:00+02:00</dc:date>
		</item>
		
		
		
		<item>
			<title>16 verlorene Artikel aus 2007</title>
			<link>http:///portal_dt/htm/aktuelles/news/pivot/entry.php?id=100</link>
			<comments>http:///portal_dt/htm/aktuelles/news/pivot/entry.php?id=100#comm</comments>
			<description>Wegen technischer Probleme sind 16 Artikel aus diesem Jahr verloren gegangen
Wir stellen sie deshalb nochmals ins Netz.
Bitte sagt uns, was ihr von ihnen haltet.
Im Forum&amp;nbsp; oder per Mail&amp;nbsp; &quot;kontakt@planet-tegel.de&quot;</description>
			<guid isPermaLink="false">100@http://www.planet-tegel.de/portal_dt/htm/aktuelles/news/portal_dt/htm/aktuelles/news/</guid>
			<content:encoded><![CDATA[ <p>Wegen technischer Probleme sind 16 Artikel aus diesem Jahr verloren gegangen</p>
<p>Wir stellen sie deshalb nochmals ins Netz.</p>
<p>Bitte sagt uns, was ihr von ihnen haltet.</p>
<p>Im Forum  oder per Mail  "kontakt@planet-tegel.de"</p> ]]></content:encoded>
			<dc:subject>Erfahrungen</dc:subject>
			<dc:date>2007-11-19T03:20:00+02:00</dc:date>
		</item>
		
		
		
		<item>
			<title>Kultur in der JVA Tegel</title>
			<link>http:///portal_dt/htm/aktuelles/news/pivot/entry.php?id=99</link>
			<comments>http:///portal_dt/htm/aktuelles/news/pivot/entry.php?id=99#comm</comments>
			<description></description>
			<guid isPermaLink="false">99@http://www.planet-tegel.de/portal_dt/htm/aktuelles/news/portal_dt/htm/aktuelles/news/</guid>
			<content:encoded><![CDATA[ <p>16</p>
<p>Kultur in der JVA Tegel</p>
<p>Am 7. und am 10.September war es wieder eimal soweit: Die Lesungsreihen im Rahmen des</p>
<p>diesjährigen "internationalen literaturfestivals berlin" führten Vertreter der schreibenden Zunft  </p>
<p>auch wieder in die JVA Tegel. Und endlich gab es somit einen Anlass, auch mal etwas nicht so Negatives zu berichten.</p>
<p>Mit Katja Lange-Müller war es diesmal eine Autorin, die gleich in mehrfacher Hinsicht geradezu prädestiniert dazu ist, hier aus ihrem neuen und von der Kritik bereits hochgepriesenen Roman "Böse Schafe" zu lesen. Zum einen ist sie eine Berlinerin, die die jüngere Geschichte dieser Stadt aus beidseitiger Perspektive und den Wandel hautnah miterlebte: als 1951 gebürtige Ostberlinerin lernte sie in ihrer Jugend schon die "real-existierende" sozialistische Seite der Stadt kennen; erlebte den Fall der Mauer dann aber von der anderen, der "Westseite" her, - 1984 war sie bereits aus der ehemaligen "DDR" ausgereist.</p>
<p>Dann ist ihr erzählerischer Blickwinkel der einer Frau, die auch selber ansichtig der Tiefen menschlichen Daseins in einer modernen Metropole geworden war und ist - ihr erzählerisches Ausloten solcher Sphären wirkt bisweilen schon extrem authentisch und vieles davon dürfte neben allem schnoddrig, aber doch irgendwie herzlich berlinerisch wirkendem Erzählstiles vielen Insassen Tegels auch schmerzlich bekannt vorkommen. Ihr Buch als einen "Milieuroman" zu bezeichnen, wäre sicherlich nicht ganz falsch.</p>
<p>Dazu kommt noch, dass die Autorin nicht nur fiktive Gestalten entworfen hat, sondern aus dem Leben eines Real-"Helden" berichtet, der selber "Tegel-Erfahrung" erworben hatte und zwar ganz schlimme. Das geschilderte Erleben ihrer "Heldin" Soja, eine von einer Art Helferkomplex und auch nicht zuletzt von der Einsamkeit als einer jungen Frau in einer für sie neuen, fremden Welt Bewegten, ja fast Getriebenen, ist nach Angabe der Autorin in ihrer Vorrede zur Lesung eine Mischung aus selber Erlebtem,Gehörtem und eben auch "nur" Fiktivem. </p>
<p>Trotz dieses sich durchaus Erklärens schon im Vorfeld ihrer Leseproben blieb es Katja Lange-Müller nicht erspart, mehrfach von interessierten Gefangenen die immer in die gleiche Richtung zielenden Fragen beantworten zu müssen, ob und inwieweit sie selber jene Soja des Romans ist.</p>
<p>Ich möchte hiermit auch mal sagen (selber in der hiesigen Literaturgruppe Texte schreibend), dass es einer Autorin zuzubilligen sein sollte, dass sie selber entscheidet, wie sehr sie sich zu erklären hat oder dass es eben Dinge gibt, wo die Grenzen der Befragbarkeit erreicht sind - zumal dann, wenn man sich bereits hinreichend erklärt hat. Man sagt ja, es gäbe keine dummen Fragen - hier hat man erlebt, dass es aber auf alle Fälle wohl solche <u>Fragesteller</u> gibt!</p>
<p>An dieser Stelle nochmals herzlichen Dank für den ehrlichen und - bei aller Traurigkeit des Themas auch erfrischenden Leseabend durch Katja Lange-Müller.</p>
<p>Benjamin Kunkel war dann am Montag, d. 10.September der zweite lesende Vertreter der schreibenden Zunft. Er ist als New Yorker neuer Star am Schriftsteller-Himmel apostrophiert und der in Englisch vorgetragene und dann von Martin Jankowski ins Deutsche übersetzte Textauszug aus seinem neuen Roman liess trotz seiner relativen Beliebigkeit - wie es uns hier erschien - erahnen, dass auch er mit den Mitteln eines sarkastischen Humors Erscheinungen unseres modernen westlichen Lebensstils hintergründig zu kritisieren sucht - auch am Beispiel eines ganz persönlich wirkenden "Erfahrungsberichtes". Freilich auf amerikanische Verhältnisse sich beziehend und damit dem Erfahrungsalltag des Durchschnitts-Tegelianers weit mehr enthoben, als es die Textproben v. K.Lange-Müller waren.</p>
<p>Martin Jankowski ist selber Schriftsteller und Interessenten solcher Lesungen hier in der JVA Tegel als Organisator solcher kultureller Veranstaltungen wohlbekannt. Auch ihm an dieser Stelle neben den Autoren unser Dank.</p>
<p>Angenehm aufgefallen ist in letzter Zeit die Disziplin der Zuhörer hier - auch das sollte nicht unerwähnt bleiben.  </p>
<p>Ingolf WOYKE     OKT. 2007</p> ]]></content:encoded>
			<dc:subject>Erfahrungen</dc:subject>
			<dc:date>2007-11-19T02:59:00+02:00</dc:date>
		</item>
		
		
		
		<item>
			<title>Buchempfehlung - &quot;Was geschah mit Schillers Schädel?&quot;</title>
			<link>http:///portal_dt/htm/aktuelles/news/pivot/entry.php?id=98</link>
			<comments>http:///portal_dt/htm/aktuelles/news/pivot/entry.php?id=98#comm</comments>
			<description></description>
			<guid isPermaLink="false">98@http://www.planet-tegel.de/portal_dt/htm/aktuelles/news/portal_dt/htm/aktuelles/news/</guid>
			<content:encoded><![CDATA[ <p>15</p>
<p> <b><i><u>BUCHEMPFEHLUNG</u></i></b>  </p>
<p> Eines der besten Bücher, welches mir als Leser im letzten Jahr unterkam, ist das Literatur-Sachbuch <b>„Was geschah mit Schillers Schädel?“</b> von <b>Rainer Schmitz</b>.</p>
<p>Ganze 25 Jahre hat der Autor recherchiert und gesammelt, um letztendlich dem an literaturhistorischen Hintergründen interessierten Leser dieses wahrhafte Kompendium einer inoffiziellen Literaturgeschichte vorlegen zu können. Dabei kann der Leser hier mitunter mehr über das Leben und Wirken so manch eines Schriftstellers in Erfahrung bringen, als ihm sonst durch die gelehrigsten akademischen Bücher vermittelbar geworden wäre. Der Untertitel  "Alles, was Sie über Literatur nicht wissen" erweckt beim wissbegierigen Anfänger der Materie keine übertriebenen Erwartungen, denn er kommt voll auf seine Kosten und auch ein Literatur-Profi dürfte sich noch reichlich mit ihm bis dato neuem Faktenma-terial versorgt fühlen, um so zugleich seiner Neugierde wie auch einer weiteren und tiefergehenderen Betätigung seiner Wissenssammelleidenschaft  frönen zu können. </p>
<p>Die gediegen wirkende Ausstattung im schmuckem Schutzumschlag  ist optisch schon sehr ansprechend, wirkt aber  nicht etwa übertrieben historisch aufgemotzt . Zum minutiös geführten Namensregister aller in den Texten erwähnten und beschriebenen  Literaten gesellen sich die doppelspaltige Seitenaufteilung mit einer ebenso doppelt geführten Seitenzählung zum leichteren Auffinden des Autoren unter dem jeweiligen Stichwort (in der jeweiligen Spalte) wie auch ein beim "Querlesen" sich als äußerst praktisch erweisender gleichfalls doppelter Leitfaden.</p>
<p>Namhafte Autoren aus aller Herren Länder und den Wechselfällen der literarischen Historie (von HOMER bis in die Ge-genwart), vom isländischen  Halldor LAXNESS bis zum argentinischen BORGES, alle alten Klassiker von DANTE und SHAKESPEARE zu GOETHE und eben SCHILLER und über BALZAC und DICKENS und DOSTOJEWSKI und die TOLSTOI`s bis hin zu den modernen "Phantastikern" LOVECRAFT und LEM oder auch J.K.ROWLING (Harry Potter)  finden ihre bisweilen nur sehr kurze, weil unterschiedlich gewichtete Erwähnung: das Ganze sozusagen als ein Abriss vom AISCHYLOS bis zu ZOLA.</p>
<p>Wie ist der letzte Kenntnisstand um das Ableben E.A.POE`s, welch erbärmliches Ende fand ein HERAKLIT, wer alles ging in den Freitod, wer galt als Alkoholiker (wahrlich nicht nur Jack LONDON u. Charles BUKOWSKI), wer war drogenabhängig, wer ein Hypochonder, wer litt an Syphilis, wer an einem Hirntumor (SWIFT), wer hatte Tuberkulose (z.B. STEVENSON), wer war zuletzt erblindet (MILTON), wer war schwul, wer hatte bei wem geklaut, wer gegen wen prozessiert, wer wurde mutmasslich vergiftet oder hat dies freiwillig lieber selbst getan (SOKRATES), wer alles landete in der Klapsmühle (u.a.KLEIST) oder entging dem nur knapp und wer landete im Knast - und aus welchen Gründen:</p>
<p>Als politisch verfolgt galten ...,  eine „kriminelle Nebentätigkeit“ hatten ...,  Opfer eines Justizirrtums wurden ... ; selber Juristen dagegen waren z.B. der Berliner Kammergerichtsrat E.T.A. HOFFMANN und John GRISHAM.</p>
<p>Wer weiss schon (noch), welchen Eklat A. SCHNITZLER mit den ersten Aufführungen seines Bühnenstücks "Der Rei-gen" verursachte, dass die sogenannte Satanszahl 666 auf einem frühen Abschreibfehler beruht und die eigentliche Ziffer eine andere ist, dass E. WALLACE Findelkind war und als Erfinder der Schleichwerbung gilt - ja dass er zuweilen damit mehr Geld als mit seinen eigentlichen Romanen verdiente und wie geldgierig  ein Aufklärer und Humanist VOLTAIRE war und dass dieser sogar die eigenen Kinder in Heime verbringen liess und dass ein Naturfreund Henri THOREAU - der Erfinder des "Waldens" als eine bewusste Abkehr von der menschlichen Zivilisation - leider auch ein Waldbrandstifter war und unter welch immensen Schulden Zeit seines Lebens so mancher Wort-Künstler gelitten hatte und dass SARTRE die Annahme des Literatur-Nobelpreises konsequent verweigerte, während der Ire SHAW seinen schliesslich doch annahm und und und ...</p>
<p>Unter dem Stichwort "Schreibneger" (einer Wortschöpfung des Autoren R. MOORE ) erfährt man von gewissen Aspek-ten des Ghost-Writer-Daseins, unter "Kondom des Grauens" wird die justizielle Seite der Zensur in Deutschland im Hin-blick auf den gleichnamigen Comic von Ralf König beleuchtet, vom zuweilen unmässigen Liebesleben so manchen Ver-treters der gehobeneren Wortkunst ist ebenso zu lesen ("Bett, das zuschanden gerittene") wie vom "Doppelselbst-mordversuch" eines Hans FALLADA...</p>
<p>Skurille Details stehen neben dichter Hintergrundinformation und formen sich so zu einem durchaus amüsanten, dann wieder sehr nachdenklich stimmenden Kaleidoskop menschlicher Irrungen &amp; Wirrungen, Laster- &amp; Tugendhaftigkeiten -informativ wie kurzweilig zugleich und dabei doch stets offenbarend, wie sehr  Freud u. Leid bei so manchem "Grossen" der gehobeneren Wortkunst miteinander verknüpft waren oder dass Dichter &amp; Denker eben auch immer nur Menschen waren.</p>
<p>Ein Werk, in dem man durchaus wieder und wieder blättern kann und querlesend es ganz unwillkürlich auch immer wieder muss.</p>
<p> <b><u>Hintergründe &amp; Lebensdaten </u>                <u>Menschliches &amp; Allzumenschliches</u>            <u>Skandale &amp; Querverweise</u></b></p>
<p><b><u>Grabinschriften &amp; Ghostwriter</u></b><b>                  <u>Pseudonyme &amp; Plagiate</u></b>                      <b><u>Verlage &amp; Veröffentlichungen </u></b></p>
<p><b><u>Titel, Thesen, Testamente</u></b><b>                                                                                  </b></p>
<p><b> <i>Ein Beitrag von Ingolf Woyke </i></b></p> ]]></content:encoded>
			<dc:subject>Erfahrungen</dc:subject>
			<dc:date>2007-11-19T02:56:00+02:00</dc:date>
		</item>
		
		
		
	</channel>
</rss>